Bericht

Das Anliegen von BVS Sachsen und EIPOS war es, zwei etablierte Branchentreffen erstmals zu vereinen und damit einen gemeinsamen Veranstaltungsrahmen zu schaffen, der die Bündelung der Kompetenzen im Bereich des Bausachverständigenwesens erlaubt und den Teilnehmern dadurch einen großen Freiraum für Fachdiskussionen bietet.

Über 200 Teilnehmer, 10 Dozenten und 19 Aussteller trafen sich am 28. Juni 2013 im Internationalen Kongresscentrum Dresden erstmalig zur gemeinsamen Tagung „Sachverstand am Bau“, dem 15. EIPOS-Sachverständigentag Bauschadensbewertung / 7. BVS-Bausymposium, zum Erfahrungsaustausch und zur Kontaktpflege.

Mit dem Rahmenthema „Vom Scheitel bis zur Sohle“ wurden verschiedene aktuelle Themenschwerpunkte am Gebäude betrachtet.

Unter dem Titel EnEV 2013 – (Un)endlich? referierte Prof. Dr.-Ing. Bert Oschatz über Inhalte, wie z. B. Auswirkungen auf die Sachverständigentätigkeit und Folgen für Planung und Bau in Neubau und Bestand.

Danach sprach BD Dipl.-Ing. Peter Proschek vom Deutschen Institut für Bautechnik über das nicht einfache Thema „Nachweise für Bauprodukte – Immer erforderlich?“. Mit den Anforderungen nach den Landesbauordnungen, geregelten und nicht geregelten Bauprodukte sowie sonstigen Bauprodukten ist das Verständnis auch von den Sachverständigen nicht einfach zu erzielen. Mit seinem Vortrag „Aufs Detail kommt es an – Praxiserfahrungen zu niveaugleichen Schwellen“ konnte Herr Dipl.-Ing. Matthias Zöller aus Neustadt an der Weinstraße sehr praxisnah und bildhaft diesen Anschlusspunkt darstellen und Lösungen aufzeigen.

Unser langjähriger Dozent, Dr.-Ing. Jörg Wildoer, brachte kurz und prägnant die „DIN 4109 versus VDI 4100 – Bauakustische Normung im Abseits?“ zur Sprache. Selbst für Fachleute auf dem Gebiet des Schallschutzes ist die Normungsarbeit nur noch schwer durchschaubar. Nach einer sehr intensiven Mittagspause mit zahlreichen Gesprächen referierte Herr Karl-Heinz Harms aus Bremen zum „brandaktuellen Thema „WDVS – Sanierung, aber richtig!“. In einer Dreierrunde zum Oberthema „Mängelverfolgung in der Bau- und Gewährleistungsphase“ legten Herr Dipl.-Ing. (FH) Rene Seifert die Sicht des Sachverständigen, Herr RA Roland Kesselring „Die Reichweite der Ansprüche wegen Baumängel“ und Dipl.-Ing. Erwin Hollesch, Oberbauleiter von Bilfinger Hochbau GmbH, Berlin das firmeninterne Qualitätssicherungssystem und die entsprechende Mängelvermeidung dar. Daraus entspann sich eine umfangreiche Diskussion mit den Teilnehmern.

In der letzten Vortragsrunde referierte Herr Dr. rer. nat. Ingo Michael Rademacher aus Stadtbergen zu „Regelwerke und Technische Infos – Segen und Fluch“, den Umgang mit technischen Informationen und Werbeversprechen. Unter dem Titel „Tiefgaragen – Bauweisen und Schutz“ ging Herr Dipl.-Ing. Dieter Rudat aus München auf Tiefgaragen in WU-Bauweise, technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Bewehrung in TG-Bodenplatten und gleichwertigen technischen Lösungen zur Beschichtung ein.

Die Pausen nutzten die Teilnehmer intensiv zum fachlichen Austausch und den Besuch der Fachausstellung.

Fazit: Ein inhaltsreicher Tag mit vielen neuen fachlichen Kontakten und zufriedenen Ausstellern.


Bildergalerie vom 28. Juni 2013