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Die seit Oktober 2017 amtierende Geschäftsführerin, Frau Dipl.-Ing. Sabine Schönherr, begrüßte 130 Teilnehmer, davon 89 Absolventen, die bei EIPOS die Ausbildung zum „Sachverständigen für Holzschutz“ absolviert haben.

Ein ganz besonders herzliches Willkommen galt den 6 Referenten, die  mit großem Engagement die Weiterbildungsveranstaltungen nicht nur mit  Vorträgen gestalten sondern auch als Prüfer, Betreuer von Belegarbeiten, als fachliche  Berater der Produktmanager und Teilnehmer gleichermaßen eng mit EIPOS verbunden sind.

 

Einer von Ihnen ist Herr Dipl.-Ing. Norbert Nieke. Er erhielt vor seinem Auftritt als „Moderator des Tages“ zudem noch die gebührende Ehrung als „Absolvent der ersten Stunde“. Das war im Jahr 1992! 

Als Experte seines Faches startete der erste Vortragende: Herr Dr. rer.silv. Wolfram Scheiding vom Institut für Holztechnologie Dresden. In seinem informativen Vortrag ging er den Fragen nach: Was ist Holzmodifizierung? Wie funktioniert Sie? Welche Aspekte unterscheidet thermisches vom chemisch modifizierten Holz und was hat es eigentlich mit Bambus und Palmen“holz“ auf sich? Für Neugierige und Wissensdurstige gab es noch den wertvollen Hinweis: Das IHD bietet  eine Merkblattsammlung über thermisch modifiziertes Holz (TMT) an.

Der mit Spannung erwartete zweite Fachvortrag von Herrn Dr. Hans Leithoff von der Janssen Pharmaceutica NV aus Belgien wurde angeregt diskutiert. Er ging ausführlich auf die veränderten Zulassungsbedingungen für Holzschutzmittel ein, beschrieb zukünftige Verfahren für Zulassungen und erläuterte welche Neuen Wirkstoffe ab wann zur Verfügung stehen. Sein Fazit lautete: 2020 werden nur noch 2 Wirkstoffe zur Verfügung stehen. Holzschutzmittel mit neuen Wirkstoffen wird es in den nächsten 5 Jahren nicht geben, in den nächsten 10 Jahren vielleicht. Aber der „Wegfall“ der chemischen Wirkstoffe ist nicht das Ende des chemischen Holzschutzes. Es ist eine Herausforderung für die Industrie, Lösungen zu finden. Allerdings benötigt die Entwicklung sehr viel Zeit. Selbstverständlich wies er auf die sehr guten Alternativen im konstruktiven Holzschutz hin und unterstrich dabei die Notwendigkeit der ordnungsgemäßen Planung und Ausführung für einen Erfolg!

Schimmelfritze“ trifft auf „Holzwürmchen“ oder umgekehrt. So startete der lebendige Vortrag von Frau Dr. rer. nat. Constanze Messal. Am Beispiel der Bläuepilze ging`s mit der Frage: „Ist das nun Bläue oder Schimmel“?...oder der Übergang doch fließend (Huckfeldt)....durch einen spannenden Exkurs. Dabei wurde deutlich: Das Thema „Schimmel auf Holz“ wirft viele ungelöste Fragen auf! Es muss eine Definition her, die Nutzung, eingesetzte Materialien und Sanierungstechniken mit einbezieht. Zu diesem Zweck hat sich 2016 eine WTA Arbeitsgruppe gegründet, die ein Merkblatt erarbeitet, dass den Holzschützern praxistaugliche Hilfestellungen geben kann.
UND: Auch wenn Schimmelpilze mit den holzzerstörenden Pilzen nicht in einen Topf gehören, gab es doch den erhellenden Ausblick: „Schimmelfritze und Holzwürmchen“ tob e continued!

Zu „Schäden an Brettschichtholzkonstruktionen“ referierte eindrucksvoll Herr Dipl.-Ing. Jürgen Hezel von der MPA Universität Stuttgart. Dabei verdeutlichte er den Unterschied zwischen Schäden an Brettschichtholzkonstruktionen in Gebäuden und Schäden an Fuß- und Radwegbrücken mit Tragwerken aus Brettschichtholz.
Der anschauliche Vortrag endete mit einer Einladung nach Stuttgart: Wer einen vollmaßstäblichen Prototypen mit Detaillösungen zur Schadensvermeidung bestaunen möchte, bekommt diesen auf dem Campus der MPA auf 20 Metern Länge demonstriert.

Die ab 01.01.2018 in Kraft tretenden Änderungen im Bauvertragsrecht in einer Stunde Vortragszeit zu referieren, ist eigentlich gewagt! Aber nicht wenn der Referent RA Dr. IUR. Tilo Pfau heißt. In gewohnt präziser und gut verständlicher Vortragsweise verschaffte er einen Überblick über die wesentlichen Auswirkungen der Reform und konnte somit wichtige Auswirkungen erläutern.

Das Vortagsprogramm wurde durch eine Fachausstellung begleitet, in der sich Teilnehmer, Dozenten aber auch wir als EIPOS Mitarbeiter über bewährte und neue Produkte informierten.
Am Stand des Sächsischen Holzschutzverband e.V. , konnten sich noch „Kurzentschlossene“ beim Vorsitzenden des Verbandes -Herrn Norbert Nieke- für den im Januar 2018 startenden Lehrgang „Sachkundiger für Holzschutz am Bau“ anmelden. Dieser findet 2 x im Jahr statt und dient als Sprungbrett für unseren „Sachverständigen für Holzschutz“.

Am Stand des Institutes für Holztechnologie Dresden (IHD) freute sich Herr Prof. Weiß über alle Fragen zur Forschung, Begutachtung, und Beratung „rund ums Holz“.


Herr Dr. Richter, Herr Braun, Herr Krähmer von der Kurt Obermeier GmbH & Co.KG freuten sich über viele Besucher, die sich für Holz- und Bautenschutzmittel interessierten.

Die Remmers GmbH ist als Anbieter in den Bereichen Bauten-, Holzschutz nicht mehr wegzudenken. Dabei entwickelt und vertreibt die Unternehmensgruppe Qualitätsprodukte und -systeme vom Keller bis zum Dach. Beim Fachmann, Herrn Urban, gab es die individuelle Beratung.

Den schnellen Weg zu jeder Norm, technischen Regel und Fachliteratur konnten die Teilnehmer an diesem Tag nutzen, denn der Beuth Verlag als  Tochterunternehmen des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. war mit den Fachberatern Herrn Ingendorf, Herrn Ullrich und Frau Hermann vor Ort.

Repair Care International liefert seit über 25 Jahren ein vollständiges Lösungskonzept für die Reparatur von Holzbauteilen aller Art. Herrn Daartz und Herr Meinhardt freuten sich über den regen Besuch an Ihrem Stand.

Am Stand der IML-Instrumenta Mechanik Labor System GmbH präsentierte Herr Lüll Bohrwiderstandsmessgeräte. Seit 1990 stellt die Firma Mess- und Prüfgeräte für Bäume und Holzkonstruktionen her.

Zum ersten Mal als Austeller begrüßten wir die Adolf Würth GmbH mit den Fachberatern Herrn Böhme und Herrn Herl. Als Spezialist für Montage- und Befestigungstechnik konnten sich die Teilnehmer über die Fassadenmembran informieren und sich Online Montage Planer für Fensteranschlüsse überzeugen. 

Die Firma Bennert GmbH, 1990 gegründet, ist heute mit 300 Mitarbeitern der umfassende Baudienstleister für die Denkmalsanierung. Im Detail konnten sich Interessierte über das innovative Hochleistungsverbundsystem aus Compono bei Herrn Schmidt, Herrn Detzner und Herrn Weiß beraten lassen.
Wir danken allen Ausstellern für Ihr Kommen, für Ihre Unterstützung, für Ihre immer wieder kreativen Ideen der Standgestaltung!

Spannende Themen mit einem gelungenen Mix aus Forschung, Wissenschaft und Praxis, erstklassige und erfahrene Referenten, inspirierende Gespräche und Begegnungen machten den Sachverständigentag Holzschutz zu einem besonderen, aber auch wie in jedem Jahr zu einem bewährten und nützlichen Tag.
Nicht nur das Tagungsprogramm überzeugte und begeisterte das Fachpublikum, auch der neu getestete Tagungsort- das Dorint Hotel Dresden- bekam von EIPOS und den Teilnehmern die hölzerne „Goldmedaille“.  

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Dezember 2018!