Bericht vom 15. EIPOS-Sachverständigentag Holzschutz 2011

Am 13. Dezember 2011 wurde ein kleines Jubiläum mit mehr als 100 Teilnehmern in der Goetheallee begangen. Mit dem 15. EIPOS-Sachverständigentag Holzschutz fanden die seit 1992 ausgebildeten Absolventen der Fachfortbildung Holzschutz und viele weitere sich mit dem Roh-, Werk- und Baustoff Holz beschäftigende Berufskollegen des Bauwesens aus der Praxis, aus Hochschuleinrichtungen und weiterer Institutionen sowie weitere Expertenaus ganz Deutschland eine durch langjährige Tradition gepflegte Heimstatt für einen intensiven Wissens- und Erfahrungstransfer.

Eingeladen waren Absolventen, Teilnehmer und Dozenten der Fachfortbildungen Sachverständiger für Holzschutz, Holz- und Bautenschutz, Bautenschutz und Bausanierung, Bewertung von Schäden an Gebäuden und Fassadenschäden. Die Absolventen der Sachverständigenausbildung Holzschutz sind Multiplikatoren des deutschlandweiten Netzwerkes, das auch durch die Zusammenarbeit mit den Holzschutzverbänden der Regionen und mit den Landesverbänden des Deutschen Holz- und Bautenschutzverbandes e. V. besteht und kontinuierlich erweitert wird.

Die Beiträge des Sachverständigentages behandelten aktuelle Entwicklungen, neue Herausforderungen und Lösungsansätze für den organisatorischen, baulichen, vorbeugenden sowie bekämpfenden Schutz des Holzes. Sie vermitteln Erkenntnisse und Schlussfolgerungen der Fachvorträge, angereichert mit informativen, praxiserprobten Anregungen und wegweisenden Hilfestellungen für alle am Holzschutz Beteiligten.

Über Aufgabenstellungen, Problemen und Lösungen der brandschutztechnischen Anforderungen an Holzbauteile unter Einbindung des WTA-Merkblattes zum Brandschutz bei Fachwerkbauten und Holzbauteilen referierte Herr Dr. Gerd Geburtig. Weitere neue WTA-Merkblätter zur Probenahme am Holz, Holzergänzungen sowie Alternatives Verfahren zur Bekämpfung Holz zerstörender Organismen wurden von Herrn Ekkehard Flohr vorgestellt. Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen und praktischer Umsetzung zur Holzmodifikation behandelte Frau Dr. Susanne Bollmus. Zu Antagonisten Holz zerstörender Insekten und Pilze sprach Herr Selmar Petzoldt. Die gegenwärtig komplizierte Situation zum Einsatz chemischer Mittel im vorbeugenden und bekämpfenden Schutz des Holzes untersuchte Herr Dr. Peter Jüngel in seinem Beitrag. Zum Abschluss stellte der Nestor der Holzschutznormung, Herr Prof. Hubert Willeitner, den aktuellen inhaltlichen und terminlichen Arbeitsstand zur Einführung der neuen DIN 68 800 und des Kommentars vor.

Eingang in den Tagungsband „Holzschutz 2011" fanden neben den Beiträgen des Sachverständigentages auch wieder die Referate der diesjährigen Fachtagung des Sächsischen Holzschutzverbandes e. V. Den Tagungsband als Publikationsmöglichkeit nutzend, gibt Herr Ingo Dreger einen Einblick in die Praxis der Holzschutzsachverständigentätigkeit am Beispiel der Sanierung der Historischen Mühle im Park Sanssouci.

An dieser Stelle auch ein herzliches persönliches Dankeschön den Referenten und Autoren, den Dozenten und Kooperationspartnern, die durch ihren unermüdlichen Einsatz den Erfolg unserer Weiterbildung erst möglich machen. Ebenso bedanken wir uns bei unseren Teilnehmern und Absolventen für das langjährig entgegengebrachte Vertrauen. Es ist weiterhin unser Ziel, Sie in Ihrer beruflichen Tätigkeit durch entsprechende Weiterbildungsangebote zu unterstützen und den Wissenszuwachs in der Holzbaubranche zu erweitern.

Bildergalerie vom 13. Dezember 2011