EIPOS-Symposium Entrauchung

28. Juni 2018 in Dresden

EIPOS-Symposium "Entrauchung, Rauchableitung und die Rauchfreihaltung in (Sicherheits?)Treppenräumen

EIPOS veranstaltet 2018 in Dresden das Symposium zum Thema "Entrauchung, Rauchableitung und die Rauchfreihaltung in (Sicherheits?)Treppenräumen" gemeinsam mit der AGE-Aktionsgemeinschaft Entrauchung.

Die EIPOS-Symposien "Entrauchung" sind ein Fachforum zum aktiven Wissens- und Erfahrungsaustausch für Ingenieure, Architekten, Fachplaner und Sachverständige, Betreiber, Technische Berater und Brandschutzexperten.

Ziel der Symposien ist es, aktuelles und praxisorientiertes Fachwissen zu ganzheitlichen Entrauchungskonzepten vermitteln und die aktuelle Fachdiskussion zum Thema "Sicherheitstreppenraum light" aufzugreifen.

Rauchableitung vs. Rauchfreihaltung
Dazu muss der Fachplaner im Brandschutznachweis ganz konkrete Aussagen treffen. Doch oft besteht Unsicherheit. Was meint der Gesetzgeber? Welche Schutzziele werden mit den Forderungen verfolgt? Daher wird das Thema sowohl aus Sicht der Planer als auch aus Sicht der Feuerwehr betrachtet.

Sicherheitstreppenraum vs. Sicherheitstreppenraum „light“
Mit der Ende 2016 in Berlin veröffentlichten Ausführungsvorschrift über den Bau von Sicherheitstreppenräumen ist die Diskussion über die Anforderungen und die Ausstattung dieser Treppenräume entflammt. Ausgehend von der Frage „Was ist ein Sicherheitstreppenraum?“ werden die Anforderung, Funktion und Ausstattung des klassischen Sicherheitstraumes zu den Berliner und Hamburger Varianten diskutiert, die technische Anlagen zur Rauchfreihaltung reduzieren.

Darüber hinaus gibt es weitere praxisorientierte Vorträge: Beispielhaft wird die Konzeption einer MRA im Detail erläutert und die Prüfung sicherheitstechnischer Anlagen vor dem Hintergrund der neuen MBO und der aus der MVV TB resultierenden veränderten Nachweisführung vorgestellt.

Freuen Sie sich auf eine spannende Veranstaltung in Dresden!
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Programmfaltblatt zur Veranstaltung hier >>

Programm am 28. Juni 2018

Moderation

Dipl.-Ing. Lutz Eichelberger, Fachexperte für  Ventilatoren und Brandschutz, Berlin

09:30 Uhr: Begrüßung

09:45 Uhr: Rauchableitung und Rauchfreihaltung im Brandschutznachweis

Dipl.-Ing. Tobias Endreß,
Sachverständiger für Brandschutz, Frankfurt/Main

  • Anforderungen und Umsetzung im Brandschutzkonzept
  • Änderungen aufgrund M VV TB?
  • Beispiele aus der Praxis

10:30 Uhr: Sicherheitstreppenraum und Sicherheitstreppenraum „light“

Ltd BD Dipl.-Ing. Raimund Roß,
Leiter Direktion West, Berliner Feuerwehr

  • Prinzip der zwei Rettungswege
  • Was ist ein Sicherheitstreppenraum? (Definition, Anforderungen, technische Ausstattung)
  • Veranlassung für Neuregelung bei Wohngebäuden
  • neue Regelungen für Sicherheitstreppenräume für Wohngebäude unterhalb der Hochhausgrenze in Berlin - was ist anders und warum?

11:15 Uhr: Pause

11:45 Uhr: Rauchableitung und Rauchfreihaltung aus Sicht der Feuerwehr

BD Andreas Ruhs, Abteilungsleiter Vorbeugung & Planung, Berufsfeuerwehr Frankfurt/Main

  • Rauchableitung im Baurecht: Schutzziele und baurechtliche Mindestanforderungen
  • Wann sind Entrauchungsanlagen zur kontrollierten Rauchschichtung erforderlich?
  • Sicherheitstreppenräume in Hochhäusern - Erfahrungen der Feuerwehr Frankfurt/Main
  • Sollte es einen Sicherheitstreppenraum „light“ geben? 

12:30 Uhr: RDA in (Sicherheits) Treppenräumen - am Schutzziel orientiert

Dipl.-Ing. Lutz Eichelberger,
Fachexperte für  Ventilatoren und Brandschutz, Berlin

  • Schutzzielorientierte Ausführung für Druckbelüftungsanlagen
  • Rauchfreihaltung, Rauchverdünnung in Treppenräumen entsprechend VDMA 24188
  • Schutzzielbetrachtung anhand eines Projektbeispiels

13.15 Uhr: Mittagspause

14:15 Uhr: Entrauchung und Rauchableitung mit MRA: Konzeption und Kompensation

Dipl.-Ing. Johannes Trümner,
Berater für Ventilatoren, Fachplaner für technische Brandschutzanlagen, Bad Hersfeld

  • Schutzziele und Methoden der Rauchableitung/Entrauchung
  • Beispielkonzeption einer MRA
  • Komponenten und Verwendbarkeitsnachweise (Ventilator, Entrauchungsleitung, Klappen, Nachströmung, Steuerung und Verkabelung)

15:30 Uhr: Baurechtliche Prüfung sicherheitstechnischer Anlagen

Dipl.-Ing. Thomas Eulert,
Prüfsachverständiger für die Prüfung sicherheitstechnischer Anlagen, Dresden

  • Prüfgrundsätze, Prüfbedingungen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten
  • Ver- und Anwendung von Bauprodukten und Bauarten
  • Verwendbarkeitsnachweise

16.15 Uhr: Schlusswort

Programmfaltblatt zur Veranstaltung hier >>

Tagungsgebühr

Die Tagungsgebühr beträgt 235 EUR (MwSt-frei).

Inklusive:

  • Tagungsunterlagen
  • Pausenversorgung und Mittagessen sowie Tagungsgetränke

Anmeldung 28.06.2018 in Dresden:

Anmeldeformular

EIPOS Europäisches Institut für postgraduale Bildung GmbH
Freiberger Straße 37
01067 Dresden


Übernachtungsmöglichkeiten: Hotelempfehlungen

Anfahrtsbeschreibung: Anfahrt

Parkmöglichkeiten: Tiefgarage im WTC

Das erste EIPOS-Symposium Entrauchung in Kooperation mit AGE-Aktionsgemeinschaft Entrauchung in Hamburg war ein großer Erfolg. Zentrales Thema war die aktuelle Diskussion zur Entrauchung, Rauchableitung und die Rauchfreihaltung in (Sicherheits-)Treppenräumen.


Das komplexe Thema wurde sowohl aus Sicht der Planer als auch aus Sicht der Feuerwehr betrachtet und dazu verschiedene Lösungsansätze vorgestellt und diskutiert.

 

Die 100 interessierten Teilnehmer erhielten dadurch an diesem Tag einen umfassenden und differenzierten Gesamtüberblick und viele konkrete Ansätze für die Brandschutzplanungen.

Die Bucerius Law School zentral im Hamburger Stadtzentrum am innerstädtischen Park „Planten un Blomen“ gelegen,  bot mit seinem historischen und gleichzeitig modernen Campus ein passendes Ambiente für die Veranstaltung.

Die Veranstaltung eröffneten Dipl.-Ing. Sabine Schönherr (EIPOS) und Dipl.-Ing. Rainer Will MEng. (Belimo). Frau Schönherr betonte dabei die Notwendigkeit es fachlichen Austauschs und die aktuellen Diskussionen zum Thema "Entrauchung". Gleichzeitig verwies sie auf die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten bei EIPOS im Bereich Brandschutz.

Herr Will stellte als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Entrauchung (AGE) deren Ziele und Ausrichtung vor. Zum einen ist es die ganzheitliche Betrachtung in der Entrauchung im Sinne des Personen- und Sachschutzes, für die die AGE sich einsetzt. Zum anderen ist es die Unterstützung der Fremdrettung durch Rauchfreihaltung in Treppenräumen und Fluchtwegen. Die AGE möchte Unterstützung für die praktische Umsetzung von Entrauchungsanlagen geben, um wirtschaftliche Lösungen zu fördern.
Herr Will übernahm im Anschluss die Moderation durch den gesamten Veranstaltungstag.

 

Zum Einstieg stellte Dipl.-Ing. Tobias Endreß klar heraus, welches Schutzziel seitens der Sonderbauvorschriften mit Rauchableitung vorrangig verfolgt wird: Wirksame Löscharbeiten und nicht Sicherung der Rettungswege. Denn hier besteht oft Unsicherheit, was der Gesetzgeber mit den Forderungen verfolgt.


Ltd. BD Dipl.-Ing. Reimund Roß
erläuterte anschaulich die Veranlassung für die Neuregelung für Sicherheitstreppenräume für Wohngebäude unterhalb der Hochhausgrenze in Berlin und betrachtete die damit verbundenen veränderten Anforderungen, Funktionen und Ausstattungen.


BD Andreas Ruhs
setzte dies mit seinem Beitrag fort und betrachtete die Problematik Rauchableitung und Rauchfreihaltung aus Sicht der Feuerwehr und wies deutlich auf die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betrachtung hin und eine mögliche Reduzierung der Komplexität der Anlagen.


Im Anschluss daran erklärte Dipl.-Ing. Lutz Eichelberger sehr anschaulich das Anlagenprinzip von Rauchschutz-Druckanlagen und den damit verbunden Problemen der Türöffnungskräfte und Regelung der Volumenströme. Im Detail stellte er Rauchschutzmaßnahmen in Treppenräumen entsprechend dem VDMA-Einheitsblatt 24188 für verschiedene Szenarien vor und bezog konkrete Projektbeispiele ein.


Wie Rauchableitung und Entrauchung mittels Maschineller Rauchabzugsanlagen erfolgt betrachtete Dipl.-Ing. Andreas Trümner und erläuterte praxisnah die verschiedenen Methoden und Schutzziele bei Rauchverdünnung, Rauchschichtung und Rauchabschnittsbildung.


Dipl.-Ing. Rainer Will MEng bot mit seinem Vortrag einen genauen Überblick zu den Verwendbarkeitsnachweisen der verschiedenen Entrauchungskomponenten, die sich aus der CE-Kennzeichnung und den zusätzlichen Anforderungen an die Einzelprodukte ergeben. Er machte gleichzeitig deutlich, dass für CE-Produkte keine Zustimmung im Einzelfall mehr möglich ist.


Im Abschlussvortrag von Dipl.-Ing. Thomas Eulert wurde die Prüfung der sicherheitstechnischen Anlagen thematisiert – auf welcher Grundlage und in welchem Umfang prüft der Sachverständige und wie ist mit Wirk-Prinzip-Prüfungen umzugehen.