21. EIPOS-Sachverständigentag Bauschadensbewertung / 13. BVS-Bausymposium

14. Juni 2019

Am 20. Juni 2018 traf sich die Branche der Bausachverständigen wieder im Dresdener Kongresszentrum zur gemeinsam von EIPOS und BVS ausgerichteten Tagung Sachverstand am Bau. Für EIPOS ein kleines Jubiläum, zum 20. Mal die Durchführung solch einer Veranstaltung.

Aus diesem Anlass konnten wir den Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften der Stadt Dresden mit einem Grußwort begrüßen.

Die Eröffnungsworte im Namen von EIPOS und BVS sprachen die Geschäftsführerin der EIPOS GmbH Sabine Schönherr und der Vorsitzende des BVS Sachsen Tobias Irmscher. 

In diesem Rahmen wurde der EIPOS-Lehrpreis an den Dozenten des ersten Sachverständigentages und langjährigen EIPOS-Dozenten Dr.-Ing. Jörg Wildoer. öbuv Sachverständiger für Schallschutz verliehen. Er bringt den Teilnehmern in den Fachfortbildungen und Tagesseminaren sehr praxisbezogen dieses spezielle bauphysikalische Thema näher.

Wie gewohnt bei herrlichstem Wetter, konnten wir 170 Teilnehmer, 6 Referenten und 22 Aussteller begrüßen. Im Anschluss an die Vorträge wurden Fragen zur Diskussion gestellt.

Im ersten Vortrag ein TGA-Thema, welches für Sachverstände eine Schnittstellenproblematik darstellt - Elektrotechnische „Basics“ für Bausachverständige von Erhard Wagner. Als öbuv Sachverständiger im Elektrotechniker-Handwerk, Schiedsgutachter und Wirtschaftsmediator aus Vilsbiburg/Bayern konnte er die Bausachverständigen u.a. mit Fundamenterdung, Blitzschutz und Überspannungsschutz vertraut machen. Er verwies auf die Notwendigkeit der fachgerechten Planung von elektrischen Anlagen und eine derzeit geltende Übergangszeit bis zur endgültigen Einführung bei einigen Normen. 

Zum Komplex Abdichtung von erdberührten Bauteilen im Hochbau konnten wir Gerhard Klingelhöfer, öbuv Sachverständiger für Schäden an Gebäuden aus Pohlheim begrüßen. Er arbeitet in verschiedenen DIN-Ausschüssen mit und kann detailliert aus diesen Arbeitsgruppen berichten. Das Thema – die neue DIN 18533 – basiert auf langjährig in der Planung und Baupraxis, bewährten Abdichtungsbauarten, Bauweisen und Details sowie auf anerkannten Regeln der Technik. In ihr ist, die Verwendung zuverlässiger erdseitiger Abdichtungen von Bauwerken oder Bauteilen, das Erfordernis fachkundige Planung sowie fachgerechte Ausführung mit geprüften/geregelten Abdichtungsprodukten / Komponenten und während der Nutzungszeit auch ggf. Wartung, Instandhaltung und erforderlichenfalls Instandsetzung verankert.

Teil 2 bestritt der Leiter der Aachener Bausachverständigentage Prof. Dipl.-Ing. Matthias Zöller, Honorarprofessor am KIT Karlsruher Institut für Technologie (Universität Karlsruhe), öbuv Sachverständiger für Schäden an Gebäuden. Er ist ebenfalls Mitglied verschiedener DIN-Ausschüsse, u.a. zur Drännorm. Die Drännorm DIN 4095 von 1990 ist in die Jahre gekommen und gilt nicht mehr als a.R.d.T. Anhand aktueller Praxisbeispiele wurde aufgezeigt, wie erfolgt die Wassereinwirkung und an welchen Bauteilen. In diesem Zusammenhang wurde die Frage diskutiert, ist Dränung noch zeitgemäß. Er verwies auf entsprechende Vorstellungen vieler Sachverständiger, was die DIN 4095 neu regeln sollte.

Für die Pausenverpflegung war gesorgt.
Das Mittagsessen wurde kulinarisch im Hotel Maritim eingenommen.

Nach der Mittagspause mit umfassenden Gesprächen und Besuchen bei den Fachausstellern ging es um Wände innen und außen. Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Gänßmantel, öbuv Sachverständiger für Mineralische Werkstoffe des Bauwesens (Mörtel, Innen- und Außenputz, Estriche, Sanierungsbaustoffe, 1. Vorsitzender Fachverband Innendämmung e.V. (FVID), Dormettingen brachte den Teilnehmern mit seinem unterhaltsamen Vortrag näher, wo sollte der Sachverständige hinschauen, um Schäden durch nachträgliche Innendämmungen zu vermeiden. In einer Übersicht nahm Herr Gänßmantel eine systematische Einteilung von Schadenskategorien vor. Verschiedenste Einflüsse auf Innendämmsysteme lösen unterschiedliche Schadensparameter (wie Wärme- und Feuchteschutz, Schallschutz, Brandschutz und Material) aus. Folgen daraus sind Sach- und Personenschäden, Beispiele dazu gibt es genügend. Eine nachträgliche Innendämmung will also umfassend geplant sein.
Fazit: Auch Innendämmung bedeutet, alles mit gesundem Menschenverstand zu betrachten und die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Dipl.-Ing. (FH) Ulrich Steinert, öbuv Sachverständiger für Putze und Wärmedämmverbundsysteme, Wirtschaftsmediator, Leipzig befasste sich mit der Frage „Überarbeitung von geputzten Fassaden – eine reine Maleraufgabe?“ Die Untersuchungen an Bestandsfassaden vor deren Überarbeitung sind planerische Leistungen. Zu den Planerische Leistungen können gewerkeübliche Untersuchungen erwartet werden, d.h. Untersuchungen am Objekt mit Prüfungen auf Rissbildungen und Abrisse an Putzübergängen, Oberflächenprüfungen. Die Erforschung von Rissursachen gehört nicht dazu. Hinweise gab es zu Besonderheiten bei der Überarbeitung Mikroorganismen, Verschmutzungen: wie beseitigen, ohne die Putzschichten zu schädigen? Immer im Blick zu behalten ist der Bestandsschutz. Erlischt dieser, ist unbedingt die zuständige Baubehörde einzubeziehen.

Den Schlusspunkt setzte Prof. Jürgen Ulrich, Vorsitzender Richter am Landgericht a.D., Schwerte. In seiner humorvollen Art und anhand prägnanter und sicher nicht mehr zu vergessener Beispiele brachte er den Teilnehmern „Der Sachverständige und seine Vergütung“ näher.
Prof. Ullrich ging auf die Bezahlung des im Privatauftrag tätigen Gutachters und die JVEG-Vergütung des gerichtlichen Sachverständigen ein. Er gab Hinweise, wie mit der Bezahlung beim Einsatz von „Flugdrohnen“, Rechtsauskünften durch Gutachter / Sachverständige und dem „merkantilen Minderwert“ im Bauschadensrecht umgegangen werden sollte.

Fazit der Teilnehmer: Hohes fachliches Niveau, tolle Referenten mit sehr guten Themen, angenehme Atmosphäre, guter und informativer Herstellerquerschnitt, sehr gute Ausstattung und Platzverhältnisse im Tagungssaal.

Gern am 14. Juni 2019 wieder!!!

Wir, EIPOS und BVS, werden die Themenwünsche aufnehmen und freuen uns auf weitere Vorschläge für eine interessante Tagung 2019.

9.00 Uhr

Eröffnung

Dipl.-Ing. Sabine Schönherr, Geschäftsführerin EIPOS GmbH
Dipl.-Ing. Tobias Irmscher, Vorsitzender BVS Sachsen

9.15 Uhr

Grußwort

Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften

9.30 Uhr

Elektrotechnische „Basics“ für Bausachverständige

  • Fundamenterdung / Blitzschutz wann sinnvoll?
  • Installationszonen
  • Wo ist ein Fachmann hinzuzuziehen?
  • Überspannungsschutz

Erhard Wagner

öbuv Sachverständiger im Elektrotechniker-Handwerk, Schiedsgutachter und Wirtschaftsmediator, Vilsbiburg

10.15 Uhr: Diskussion
10.30 Uhr: Kaffeepause 

11.00 Uhr

Erdseitig alles dicht nach neuer Norm?

  • Bemessungswasserstand neu geregelt
  • Wie findet man die richtige Abdichtung für welchen Untergrund und welches Bauteil?
  • Diverse Neuregelungen in der DIN 18533 als Überblick

Dipl.-Ing. Gerhard Klingelhöfer

öbuv Sachverständiger für Schäden an Gebäuden, Pohlheim

11.45 Uhr

Drännorm DIN 4095 von 1990 nicht mehr a.a.R.d.T.

  • Wasserentstehungsart nicht mehr zeitgemäß
  • Kein stauendes Sickerwasser unter Bodenplatten
  • Gebäudesetzung durch Wechselwirkung Dränwasser zum Baugrund
  • Fehler bei der Dimensionierung von Flächendränen auf erdüberschütteten Decken

Prof. Dipl.-Ing. Matthias Zöller, Architekt

Honorarprofessor am KIT Karlsruher Institut für Technologie (Universität Karlsruhe), öbuv Sachverständiger für Schäden an Gebäuden, Aachen

12.30 Uhr: Diskussion
12.45 Uhr: Mittagspause

14.00 Uhr

Nicht nur auf den Wärmeschutz kommt es an: Innendämmsysteme ganzheitlich betrachtet

  • Flankendämmung
  • Voruntersuchungen
  • Wo soll der Sachverständige hinschauen, um Schäden zu vermeiden?

Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Gänßmantel

öbuv Sachverständiger für Mineralische Werkstoffe des Bauwesens (Mörtel, Innen- und Außenputz, Estriche, Sanierungsbaustoffe, 1. Vorsitzender Fachverband Innendämmung e.V. (FVID), Dormettingen

14.45 Uhr

Überarbeitung von geputzten Fassaden – eine reine Maleraufgabe?

  • Wie weit geht der Bestandsschutz, wenn Fassaden überarbeitet werden?
  • Fotooxidative Alterung von Kunstharzputzen der 1980er Jahre – was passiert, wenn diese Altputze nur überstrichen werden?
  • Mikroorganismen, Verschmutzungen: wie beseitigen, ohne die Putzschichten zu schädigen?

Dipl.-Ing. (FH) Ulrich Steinert

öbuv Sachverständiger für Putze und Wärmedämmverbundsysteme, Wirtschaftsmediator, Leipzig

15.30 Uhr: Diskussion
15.45 Uhr: Kaffeepause 

16.15 Uhr

Der Sachverständige und seine Vergütung

  • Grundzüge der Bezahlung des im Privatauftrag tätigen Gutachters
  • JVEG-Vergütung des gerichtlichen Sachverständigen
  • Vorstellung von Musterrechnungen

Prof. Jürgen Ulrich

Vorsitzender Richter am Landgericht a.D., Schwerte

17.10 Uhr

Diskussion, Abschluss und Ausblick

Wir freuen uns auf interessante Vorträge von fachlich versierten Dozenten und anschließenden umfangreichen Podiums- und Pausendiskussionen.

Eine tagungsbegleitende Fachausstellung wird wieder über neue Produkte bzw. Veröffentlichungen  informieren.

Faltblatt zur Veranstaltung hier >>

Termin

20. Juni 2018

Veranstaltungsort / Anreise

Internationales Congress Centrum Dresden – ICC
Ostra-Ufer 2
01067 Dresden

Übernachtungsmöglichkeiten

Eine Übersicht zu Übernachtungsmöglichkeiten in Dresden in der Nähe des Tagungsortes: Hotelliste

Weiterhin haben wir mit folgenden Hotels eine Rahmenvereinbarung getroffen, die Sie gern nutzen können:

Buchungsformular Motel One am Zwinger

Buchungsformular Art’otel

Ihre Chance!

Mit Ihrer Präsenz beim EIPOS-Sachverständigentag Bauschadensbewertung können Sie Produkte, Innovationen und Dienstleitungen einem interessierten Fachpublikum auf der tagungsbegleitenden Fachausstellung präsentieren!

Ihr Nutzen!

Neue Kontakte knüpfen, alte Kontakte pflegen und die Entscheider in Architektur-, Ingenieur- und Sachverständigenbüros gezielt ansprechen – Sie treffen Ihre Neu- und Bestandskunden an nur einem Tag

Und wir bieten noch mehr ...

  • Anzeigenschaltung im Tagungsband Präsentieren Sie Ihr Unternehmensprofil, Ihre Produkte oder Angebote im Tagungsband! Termine und Preise finden Sie in den Mediadaten.
  • Werbung in den Pausen Wir blenden Ihre Firmen-/Produktvorstellungen in den Pausen im Tagungsraum ein – senden Sie uns dafür bitte eine Power-Point-Folienseite.

Ihre Werbung im EIPOS-Tagungsband

Präsentieren Sie Ihr Unternehmensprofil, Ihre Produkte oder Angebote im nächsten Tagungsband! Mit einer Anzeige im Tagungsband haben Sie die Chance, Ihre Zielgruppe ohne Streuverluste über die Veranstaltung hinaus zu erreichen.

Die Tagungsbände enthalten die Referate der Sachverständigentage und ergänzende Fachbeiträge zu aktuellen Themen und sind Bestandteil der Tagungsunterlagen. Auch nach der Veranstaltung sind die Tagungsbände ein informatives Nachschlagewerk und werden direkt über EIPOS weiteren Interessenten angeboten.

Detaillierte Informationen finden Sie in den Media-Daten hier ...

Tagungsband der EIPOS-Sachverständigentage Immobilienbewertung und Sachverstand am Bau 2018

Beiträge aus Praxis, Forschung und Weiterbildung
Band zur Tagung am 19. und 20. Juni 2018
Hrsg.: EIPOS GmbH, Dresden
2018, 192 S., ca. 120 Abb., Softcover
Fraunhofer IRB Verlag
ISBN 978-3-7388-0138-5
Preis: 29,90 EUR (zzgl. Versandkosten)
Inhaltsverzeichnis hier
Bestellungen können Sie gern an eipos@eipos.de richten.

Tagungsband der EIPOS-Sachverständigentage Bauschadensbewertung und Immobilienbewertung 2017

Beiträge aus Praxis, Forschung und Weiterbildung
Band zur Tagung am 15. und 16. Juni 2017
Hrsg.: EIPOS GmbH, Dresden
2017, 226 S., 120 Abb., Kartoniert
Fraunhofer IRB Verlag
ISBN 978-3-8167-9898-9
Sonderpreis: 20,00 EUR (zzgl. Versandkosten)
Inhaltsverzeichnis hier ...
Bestellungen können Sie gern an eipos@eipos.de richten.

Tagungsband der EIPOS-Sachverständigentage Bauschadensbewertung und Immobilienbewertung 2016

Beiträge aus Praxis, Forschung und Weiterbildung
Tagungsband zur Tagung am 23. und 24. Juni 2016
Hrsg.: EIPOS GmbH, Dresden
2016, 174 S., zahlr. Abb. u. Tab., Kartoniert
Fraunhofer IRB Verlag
ISBN 978-3-8167-9669-5
Sonderpreis: 15,00 EUR (zzgl. Versandkosten)
Inhaltsverzeichnis hier ...
Bestellungen können Sie gern an eipos@eipos.de richten.

Tagungsband der EIPOS-Sachverständigentage Bauschadensbewertung und Immobilienbewertung 2015

Den Tagungsband zu den EIPOS-Sachverständigentagen 2015 können Sie beim Fraunhofer IRB Verlag bestellen.
Beiträge aus Praxis, Forschung und Weiterbildung
Tagungsband zur Tagung am 11. und 12. Juni 2015
Hrsg.: EIPOS GmbH, Dresden; 2015,
241 S., zahlr. farbige Abb., Kartoniert
Fraunhofer IRB Verlag
ISBN 978-3-8167-9413-4
Inhaltsverzeichnis hier ...

Tagungsband der EIPOS-Sachverständigentage Bauschadensbewertung und Immobilienbewertung 2014

Beiträge aus Praxis, Forschung und Weiterbildung
Tagungsband zur Tagung am 26. und 27. Juni 2014
Hrsg.: EIPOS GmbH, Dresden; 2014,
170 S., zahlr. farbige Abb., Kartoniert
Fraunhofer IRB Verlag
ISBN 978-3-8167-9227-7
Sonderpreis: 10,00 EUR (zzgl. Versandkosten)
Inhaltsverzeichnis hier ...
Bestellungen können Sie gern an eipos@eipos.de richten.

Tagungsband der EIPOS-Sachverständigentage Bauschadensbewertung und Immobilienbewertung 2013

Beiträge aus Praxis, Forschung und Weiterbildung
Tagungsband zur Tagung am 27. und 28. Juni 2013
Hrsg.: EIPOS GmbH, Dresden 2013,
263 S., zahlr. farbige Abb., Kartoniert
Fraunhofer IRB Verlag
ISBN 978-3-8167-9022-8
Sonderpreis: 10,00 EUR (zzgl. Versandkosten)
Inhaltsverzeichnis hier ...
Bestellungen können Sie gern an eipos@eipos.de richten.

Tagungsband der EIPOS-Sachverständigentage Bauschadensbewertung und Immobilienbewertung 2012

Den Tagungsband zu den EIPOS-Sachverständigentagen 2012 können Sie beim Fraunhofer IRB Verlag bestellen.
Beiträge aus Praxis, Forschung und Weiterbildung
185 Seiten, IRB-Verlag,
ISBN 978-3-8167-8693-1, ISBN 978-3-8167-8694-8 (E-Book)
Inhaltsverzeichnis hier ...

Informationen zur Stadt Dresden

Hier finden Sie umfangreiche Informationen zur Stadt für Ihre Planung von Anreise, Übernachtung und Aufenthalt.

TIPP: Nutzen Sie auch die Dresden App , um die Stadt online und offline zu erkunden.

Dresden Welcome Card

Dresden mit den Welcome Cards entdecken. Sie können freie Fahrt mit Bus und Bahn (City und Regio Card), den Altstadtrundgang inklusive Stadtplan (Tour Card), freien Eintritt in Museen und Ausstellungen (Museums Card) und mehr als 65 Vorteile für Restaurants, Geschäfte, Touren und Veranstaltungen in ganz Dresden und darüber hinaus genießen.

Veranstaltungsübersicht

Nutzen Sie Ihren Dresden Aufenthalt für den Besuch attraktiver Veranstaltungen. Egal ob Party oder Tanz, Bühne oder Musik, Museeum oder Galerie.

Stadtführer Dresden zum kostenlosen Download

Vor Ort informieren wir Sie gern zu weiteren Freizeitmöglichkeiten in Dresden.

Der 16. Juni 2017 – ein ereignisreicher Tag und Gewinn für alle Beteiligten!

Zum 19. EIPOS-Sachverständigentag Bauschadensbewertung / 11. BVS-Bausymposium konnten wir 173 Teilnehmer im ICC Dresden begrüßen. Die Prokuristin von EIPOS Sabine Schönherr und der Vorsitzende des BVS Sachsen Tobias Irmscher eröffneten gemeinsam die Tagung.

Die Vorträge der Fachreferenten aus der gesamten Bundesrepublik boten ein breites Themenspektrum. Daraus entspannen sich interessante und angeregte Diskussionen.

Herr Dipl.-Ing. Burkhard Prechel begann die fachlichen Vorträge mit dem Thema „Verlegung von Keramik- und Naturwerksteinbelägen auf Trockenhohlböden“. Büro- und Fertigungsstätten unterliegen ständigen Nutzungsänderungen. Daher werden in diesen Bereichen als Fußbodenkonstruktionen häufig Systembodenkonstruktionen eingesetzt, die eine hohe Flexibilität in der Installation von Versorgungsleitungen gewährleisten. Durch das statische System kann es zu Hohllagen und Rissbildungen in den Belägen meist über den Fugen kommen, Verformungen des Gesamtsystems über 0,5 mm sind kritisch anzusehen. Deshalb sind bei der Ausführung von Naturwerksteinbelägen auf Systemböden besondere planerische Maßnahmen erforderlich.

Über den neuen Baustoff Carbonbeton berichtete Herr Dipl.-Ing. Ammar Al-Jamous. Stahl im Beton soll langfristig durch Carbon ersetzt werden. Da Carbon nicht rostet, spart man all den eingesetzten Beton, der nur den Stahl vor der Korrosion schützen soll. Mit Carbonbeton kann nachhaltig, umweltschonend, weniger materialintensiv und leichter gebaut werden. Carbonbeton kann, im Gegensatz zu Stahlbeton, nicht rosten und ist somit langlebiger. Zudem zeichnet sich der innovative Baustoff durch seine Leichtigkeit aus. Dabei können mit Carbonbeton filigran geschwungene und frei geformte Bauteile hergestellt werden. Bis 2020 sollen alle Voraussetzungen geschaffen werden, um Carbonbeton in den Markt einzuführen. Bis 2025 soll die Bauweise dauerhaft etabliert werden.

Dipl.-Ing. Dieter Rudat nahm Stellung zu dem Thema Tiefgaragen: „Chloridschutz und Oberflächenschutzsysteme“. Seit dem Erscheinen des Merkblatts „Parkhäuser und Tiefgaragen“ des DBV im Jahr 2010, an dem in der Fachwelt eine Reihe von Kritik laut wurde, haben sich technische Regeln im Rahmen des EC2 geändert. Praxiserfahrungen mit der Umsetzung der Empfehlungen in diesem Merkblatt konnten gesammelt werden. Daraus ergab sich die Notwendigkeit, das Merkblatt zu aktualisieren, was derzeit in einem Arbeitskreis des DBV geschieht. Herr Rudat fasste in seinem Vortrag die wesentlichen neuen Erkenntnisse und Änderungen am bisherigen Merkblatt zusammen.

Herr Dipl.-Ing. Thomas Platts war an der Erarbeitung der neuen Abdichtungsnorm DIN 18534 beteiligt. Unter dem Titel „Häusliche Bäder oder Häusliche Wellnesstempel" nahm er dazu Stellung. Abdichtungen im Verbund mit Bekleidungen und Belägen aus Fliesen und Platten haben sich in Innenräumen gegenüber einer Ausführung mit traditionellen bahnenförmigen Abdichtungen nach DIN 18195 durchgesetzt. Bewusst werden sollte allen Beteiligten, dass mit Verbundabdichtungen ebenso eine Bauwerksabdichtung herzustellen ist, an die die gleichen Anforderungen zu stellen sind, wie sie auf Dächern oder im erdberührten Bereich gestellt werden. Viele Bauschäden zeigen, dass sich die notwendige Sorgfalt in Planung und Ausführung im häuslichen Badezimmer und bei vergleichbaren Nutzungen nach wie vor nicht hinreichend beachtet wird.

Wieviel Schallschutz muss oder kann sein? Dieser Frage ging Herr Dr.-Ing. Jörg Wildoer in seinem Vortrag nach. Die Normungsarbeit auf dem Gebiet des Schallschutzes von Wohnungen ist in den letzten zwanzig Jahren immer wieder in das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen, wirtschaftlichen Interessen, administrativen Vorgaben und juristischen Bewertungen geraten. Damit ist eine Situation entstanden, die für viele Akteure im Bau- und Immobiliensektor nicht nur unübersichtlich, sondern auch in erheblichem Maße juristisch unsicher geworden ist. Dr. Wildoer unternahm den Versuch, das „Kann“ des baulichen Schallschutzes zu beschreiben und praktikable Antworten abzuleiten!

Einen sehr kurzweiligen und interessanten Vortrag über Grenzen und Möglichkeiten einer fachgerechten Sanierung von Schimmelpilz- und Wasserschäden in Gebäuden im Kräftespiel der "Marktpartner" bot Herr Dr. Ernst J. Baumann. Eine fachgerechte Sanierung von Wasser- und Feuchteschäden stellt, Trocknungsunternehmen und Sachverständige vor immer schwerer zu bewältigende Aufgabestellungen. Die zu erwartenden Anforderungen und ihre Auswirkungen auf die Beteiligten sind nur schwer zu prognostizieren. Das zeigen sowohl die Erfahrungen aus der Sanierungspraxis, der Richtliniengestaltung und dem unternehmerischen Agieren in Schadenmanagementorganisationen. Ohne systemorientierte Denkweisen bleibt es bei politisch und wirtschaftlich dominierten Einzellösungen – mit unvorhersehbaren Folgen für uns alle.

Ab Januar 2018 gilt ein neues Bau- und Werkvertragsrecht. Die Neuregelungen zum Bauvertragsrecht und zur kaufrechtlichen Mängelgewährleistung treten zum 1.1.2018 in Kraft und gelten für alle Verträge, die ab diesem Zeitpunkt abgeschlossen werden. Dr. Katrin Seidel vom Landgericht Kiel informierte zu den neuen Inhalten. Des Weiteren wurden anhand von Beispielen aus der aktuellen Rechtsprechung typische Problemstellungen vom Erhalt des Auftrags an über die Beschaffung notwendiger Informationen, die Durchführung eines Ortstermins und die schriftliche Ergänzung des Gutachtens bis hin zur mündlichen Erläuterung des Gutachtens erörtert. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Anregungen für die tägliche Praxis der Sachverständigen und vor allem auf der Vermeidung von Konfliktsituationen bzw. ihrer Bewältigung.

Das Wetter war etwas wechselhaft, sodass die 23 Aussteller die Besucher in den Pausen mit ihren Innovationen, Trends und einem breiten Produkt- und Leistungsangebot noch umfangreicher überzeugen konnten. Nicht zuletzt sorgte das angenehme Ambiente und kulinarische Angebot für gute Stimmung.

Der Tagungsband dokumentiert die Referate der Tagungen Immobilienbewertung und Sachverstand am Bau und kann für 29,90 € erworben werden.

Das Fazit der Teilnehmer: Eine gelungene Veranstaltung mit vielen fachlichen Inputs, welche auch gern vertieft werden sollen.

Wir, EIPOS und BvS, freuen uns über die Themenhinweise. Ziel ist es wiederum ein interessantes Programm für 2018 zu gestalten. Bitte vormerken: Diesmal mitten in der Woche: 20.06.2018, wozu wir schon jetzt ganz herzlich einladen. Für Themenvorschläge oder das Angebot für eigene Vorträge steht die E-Mail-Adresse s.gruen@eipos.de zur Verfügung.

Tagungsbegleitende Ausstellung: 8.00 bis 16.30 Uhr

9.00 Uhr
Eröffnung

Dr. paed. Uwe Reese, Geschäftsführer EIPOS GmbH
Dipl.-Ing. Tobias Irmscher (Vorsitzender BVS Sachsen)

9.15 Uhr
Der nichtnormierte Estrich

  • Systeme
  • Bemessungsgrundlagen
  • Grenzen und Schadensursachen


Dipl.-Ing. Burkhard Prechel, Görlitz

Herr Prechel ist ö.b.u.v. Sachverständiger des Fliesen- Platten-, Mosaiklegerhandwerks und ö.b.u.v. Sachverständiger des Estrichlegerhandwerks. Er führt ein Sachverständigenbüro für Schwimmbad- und Bauwerksabdichtung, Estrich, Keramik- und Naturwerksteinbeläge. Als Anwendungstechniker in der Bauchemie führt er bautechnische Beratungen für Planer, Bauherrn und Ausführungsbetriebe im Bereich Bauwerksabdichtung, Betoninstandsetzung, Fliesen- und Natursteinverlegung durch. Herr Prechel ist Mitglied des Bundesverbandes Estrich und Belag und istinvolviert in verschiedensten Arbeitskreisen zur Erarbeitung von Richtlinien. 

10.00 Uhr
Betonbewehrung ohne Stahl – Der neue Trend?

  • Carbonbeton
  • Grenzen, Leistungsfähigkeit

Dipl.-Ing. Ammar Al-Jamous, Dresden

Herr Al-Jamous hat an der TU Dresden Fachrichtung Konstruktiver Ingenieurbau studiert und war bis 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Massivbau. Er führte bis 2014 sein eigenes Ingenieurbüro und ist seit Mai 2014 Geschäftsführer Deutsches Zentrum Textilbeton mit den Schwerpunkten Projektsteuerung, Planung und Schulung.

10.30 Uhr: Diskussion
10.45 Uhr: Kaffeepause

11.15 Uhr
Tiefgaragen, Gefälle und Chloridschutz – ein unendliches Thema?

  • Änderungen im nationalen Anhang zum EC2
  • Wesentliche Änderungen in dem neuen Merkblatt "Parkhäuser und Tiefgaragen"
  • Schutzmaßnahmen für vertikale Bauteile aus Stahlbeton in Parkhäusern und Tiefgaragen
  • Schutzmaßnahmen gegen das Eindringen von Chloriden unter durchlässigen Belägen

Dipl.-Ing. Dieter Rudat. München

Herr Rudat ist ö.b.u.v. Sachverständiger für Massivbau und Beratender Ingenieur der BayIK-Bau. Er ist im eigenen Sachverständigenbüro tätig. Er ist Mitglied im Fachausschuss Konstruktiver Ingenieurbau der IHK für München und Oberbayern. Erfahrungsschwerpunkte sind Stahlbetonbau, Spannbetonbau, Schalenbauweise, Industrieestriche, Bauüberwachung und Projektleitung. Herr Rudat hat an der Erarbeitung zahlreicher Regelwerke mitgearbeitet. 

12.00 Uhr
Häusliche "Wellnesstempel" – Nach neuer Norm abdichten und entwässern

  • Vorstellung der neuen Abdichtungsnorm zu Innenabdichtungen (Aufbau, Anpassung hinsichtlich heute verwendeter Stoffe, neue Beanspruchungsklassen etc.)
  • Abdichtungskonzepte bei häuslichen Bädern von der Badewanne bis zur bodengleichen Dusche
  • Aufzeigen von Lösungen und Problemen in Detailpunkten (Fugen, Durchdringungen, Entwässerung einschl. Gefälleproblematik)

Dipl.-Ing. Thomas Platts, Berlin

Herr Platts ist ö.b.u.v. Sachverständiger für Wärme- und Feuchteschutz, Abdichtungen von Bauwerken. Er ist als übergeordneter Projektleiter in den Bereichen Bauphysik und Sachverständigenwesen bei der CRP Ingenieurgemeinschaft Cziesielski, Ruhnau + Partner GmbH Berlin tätig. Er ist Mitglied des IHK-Fachgremiums/Prüfungsausschusses für `Wärme- und Feuchteschutz, Abdichtungen von Bauwerken" und Mitglied des Sachverständigenausschusses der Baukammer Berlin (seit 2014 Ausschussvorsitzender). Herr Platts hat zahlreiche Publikationen insbesondere auf dem Gebiet der Bauwerksabdichtungen und der Bauschadensliteratur veröffentlicht.

12.45 Uhr: Diskussion
13.00 Uhr: Mittagspause 

14.15 Uhr
Wieviel Schallschutz kann oder muss sein?

    • Bedeutung des baulichen Schallschutzes
    • Stärken und Schwächen verschiedener Baukonstruktionen
    • Planungsziele und Rechtssicherheit
    • Ausführungsfehler erkennen und vermeiden

    Dr.-Ing. Jörg Wildoer

    Dr. Wildoer ist öbuv Sachverständiger für Schallschutz im Hochbau und Leiter des Büros Dresden der Genest und Partner Ingenieurgesellschaft mbH. Schwerpunkte seiner Tätigkeit liegen in der Fachplanung, Beratung, Begutachtung und Messung von Raum- und Bauakustik, thermischer Bauphysik und Schallimmissionsschutz.

    15.00 Uhr
    Wasserschaden, Schimmelpilze und nun?

    • Grenzen und Möglichkeiten einer fachgerechten Sanierung von Schimmelpilz- und Wasserschäden in Gebäuden im Kräftespiel der "Marktpartner" – Erfahrungen aus
      • der Sanierungspraxis,
      • der Richtliniengestaltung und
      • dem Agieren in Schadenmanagementsystemen

    Dr. Ernst J. Baumann, Ritterhude

    Als Mitbegründer der AllTroSan Baumann + Lorenz Trocknungsservice GmbH & Co. KG mit Sitz in Ritterhude, bei Bremen, ist er seit dem 1. Juli 2005 dort als geschäftsführender Ge Von 1999 bis 2005 war er Vorstandsmitglied des Fachverbandes Sanierung und Umwelt FSU e.V. und ist bis heute Mitglied in Arbeitskreisen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Er ist Mitverfasser der Richtlinien zur Brandschadensanierung (VdS 2357), der Richtlinien zur Schimmelpilzsanierung nach Leitungswasserschäden (VdS 3151) und der Richtlinie zum sachgerechten Umgang mit Schimmelpilzschäden in Gebäuden des Netzwerk Schimmel e.V., veröffentlicht 2010 durch den Bundesverband öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger (BVS).  Sein weiteres Interesse gilt als Gründungsmitglied des Urban Mining e.V. dem Umweltschutz. Seit 2015 ist er Vorstandmitglied des Vereins.

    15.30 Uhr: Diskussion
    15.45 Uhr: Kaffeepause

    16.15 Uhr
    Gericht und Sachverständiger – Von der Beauftragung bis zur mündlichen Gutachtenerläuterung

    • Auftragserteilung: Beweisbedürftigkeit, Prüfungspflichten
    • Tatsachengewinnung: Gutachtenauftrag,
    • Besorgnis der Befangenheit
    • Privatgutachten
    • Ortstermin: Vorbereitung und Durchführung
    • Bauteilöffnungen: Zuständigkeit, Risiken, Vorgehen
    • Anhörungstermin: Vorbereitung, Verhalten

    Dr. Katrin Seidel, Kiel

    Frau Dr. Seidel ist Vorsitzende Richterin am Landgericht Kiel, Vorsitzende einer Spezialkammer für Bausachen und Verwaltungsdezernentin des Landgerichtsbezirks Kiel für Sachverständigenangelegenheiten. Sie Mitglied im Sachverständigenausschuss der IHK zu Kiel und Mitglied im Sachverständigenprüfungsausschuss der Architekten- und Ingenieurkammer (AIK) Schleswig-Holstein.

    17.00 Uhr Diskussion, Abschluss und Ausblick

    Informationen für Pressevertreter