20. EIPOS-Sachverständigentage Brandschutz

18.–19. November 2019

Am 18. und 19. November 2019 trafen sich rund 900 Brandschutzexperten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Congress Center Dresden zu den 20. EIPOS-Sachverständigentagen Brandschutz.

Die Schirmherrschaft für diese Jubiläumsveranstaltung hat in diesem Jahr Staatsminister Prof. Dr. Roland Wöller vom Staatsministerium des Innern (SMI) des Freistaates Sachsen übernommen.

Im Mittelpunkt standen wieder die vielen Facetten des Brandschutzes mit aktuellen Themen aus dem baulichen, technischen und organisatorischen Bereich. Individuelle, schutzzielorientierte und risikogerechte Brandschutzmaßnahmen sollen die Wünsche des Bauherrn und die Anforderungen der Bauordnung gleichermaßen erfüllen.

Brandschutz bedeutet, das Notwendige zu tun und mit Sachverstand die rechtlichen Vorgaben auszulegen und Spielräume zu nutzen. Denn Brandschutzmaßnahmen mit dem „richtigen“ Augenmaß zu bemessen, ist eine Kunst, die man erlernen kann.

 

Save the date:

Wir freuen uns bereits jetzt auf die Fortsetzung:

21. EIPOS-Sachverständigentage Brandschutz am 16. und 17. November 2020 in Dresden!

Tagungsband 2019

Den Tagungsband zu den 20. EIPOS-Sachverständigentagen Brandschutz können Sie zum Preis von 34,95 EUR (zzgl. Versandkosten) bestellen. Schicken Sie uns bitte eine kurze E-Mail an brandschutz@eipos.de.

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Tagungsband 2018

Den Tagungsband zu den 19. EIPOS-Sachverständigentagen Brandschutz können Sie zum Preis von 20,00 EUR (zzgl. Versandkosten) bestellen. Schicken Sie uns bitte eine kurze E-Mail an brandschutz@eipos.de.

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Tagungsband 2017

Den Tagungsband zu den 18. EIPOS-Sachverständigentagen Brandschutz können Sie zum Sonderpreis von 15,00 EUR (zzgl. Versandkosten) bestellen. Schicken Sie uns bitte eine kurze E-Mail an brandschutz@eipos.de.

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In unserem Pressecenter stellen wir für Pressevertreter aktuelle Pressemitteilungen, die wichtigsten Veranstaltungsdaten und diverse Pressefotos zum Download zur Verfügung.

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Rückblick auf die EIPOS-Sachverständigentage Brandschutz 2019

Mit rund 900 Teilnehmern feierte der größte Brandschutzkongress im Osten Deutschlands sein 20-jähriges Jubiläum. Mittelpunkt der Traditionsveranstaltung – die wiederum unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Staatsministerium des Innern stand – waren 11 spannende Fachvorträge von Branchenexperten zu aktuellen Problemstellungen aus der Brandschutzplanung und Ausführung, verbunden mit einer großen Tagungsbegleitenden Fachausstellung. Im Fazit: zwei lebendige und spannende Kongresstage mit 900 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet.

 

Neue technische Regel TGA in der MVV TB – am Projekt erleben

Im Eröffnungsvortrag der Tagung erläuterte Dipl.-Ing. Peter Vogelsang die neue Technische Regel TGA, die erstmals in der überarbeiteten Version der MVV TB als Anhang 14 enthalten ist. Interaktiv führte er das Fachpublikum durch den Anhang 14 und erläuterte damit anschaulich den Aufbau und die Struktur der neuen Regel. Gleichzeitig zeigte er Änderungen und Neuerungen detailliert auf, die in der Planung unbedingt zu berücksichtigen sind. Ein toller Auftakt mit einem aktuellen Thema, was die Brandschutzbranche in der nächsten Zeit beschäftigen wird.

 

Konkretisierung von Bauwerksanforderungen der MVV TB am Beispiel von Brandschutztüren

Dipl.-Ing. Thomas Krause-Czeranka ging auf die Fortschreibung der MVV TB 2019 ein und stellte am Beispiel einer Brandschutztür die Konkretisierung der bauordnungsrechtlichen Anforderung dar. Darüber hinaus zeigte er neben dem nationalen Verwendbarkeitsnachweis auch konkrete Möglichkeiten des Inverkehrbringens der Türen mit einer CE-Kennzeichnung. Neben den Regelungen aus der derzeitig vorliegenden MVV TB gab er außerdem einen Ausblick auf die zu erwartenden Änderungen durch eine Überarbeitung der MVV TB.

 

Selbstbestimmt Wohnen auch im Alter? – Welche Chancen bietet die „Wohnformen-Richtlinie“?

Der demografische Wandel ist in Deutschland längst angekommen. Jede fünfte Person ist mittlerweile älter als 66 Jahre und statistisch gesehen, erhöht sich das Risiko bei einem Brandereignis ums Leben zu kommen, mit dem Lebensalter. Prof. André Spindler erläuterte Anforderungen an neue Wohnformen in Pflege- und Betreuungseinrichtungen. Seine anschaulichen Beispiele und Praxisanwendungen zeigten, dass die Muster-Wohnformen-Richtlinie als Arbeitsmittel durchaus für die Erstellung von Brandschutzkonzepten für einen Sonderbau geeignet ist, aber längst nicht alle Fragen oder Probleme löst.


Wie räumt man ein Krankenhaus?

Thematisch passend schloss sich der Doppelvortrag von Prof. Frank Riesner und Dipl.-Ing. Mathias Klinke kurz vor der Mittagspause an: Kennen die Betreiber von Krankenhäusern ihre Aufgaben zu Brandschutzkonzepten und Räumungskonzepten? Am Beispiel des Universitätsklinikums in Lübeck erläuterten die beiden Referenten sehr praxisnah die Räumung einer Krankenstation im Brandfall. Sie zeigten ebenfalls, wie wichtig Räumungsübungen und Mitarbeiterschulungen sind.
 

Spielräume erkennen und nutzen

In den Planungen von Schulneubauten finden zeitgemäße Konzepte wie Lernlandschaften oder Cluster Eingang. Dagegen ist das Raumangebot in Bestandsgebäuden deutlich eingeschränkter. Andreas Flock, Brandschutzsachverständiger aus Berlin, stellte Lösungen vor, wie notwendige Flure in bestehenden Schulen schrittweise möbliert und so als zusätzliche Räume genutzt werden können, bei denen das Sicherheitsniveau aus brandschutztechnischer Sicht erhalten werden kann.

 

Die besonderen Herausforderungen des gebäudetechnischen Brandschutzes

Der Erlebnisbericht von ö.b.u.v.-Sachverständiger Manfred Lippe zeigte anschauliche Praxisbeispiele in der Gebäudetechnik auf. Was können Abschottungen bei einem Brandfall leisten und wie sind Verwendbarkeitsnachweise zu führen? Auf diese und viele weitere Fragen aus dem Arbeitsalltag konnte Herr Lippe konkrete Antworten liefern und somit auch bei den Teilnehmern untereinander Diskussionen anregen.

 

So geht bauen mit Holz

Holz als Baustoff liegt auch 2019 voll im Trend und erfährt eine ungeahnte Renaissance. Prof. Dirk Kruse referierte über Vorschriftenlage und Umsetzungsmöglichkeiten im Holzbau. Dient der anlagentechnische Brandschutz dabei als Hilfsmittel? An konkreten Praxisbeispielen erläuterte er, wie auf eine Brandschutzbekleidung in den Gebäudeklassen 4 und 5 unter bestimmten Voraussetzungen verzichtet werden kann.  

Highlight zum 20-jährigen Jubiläum der Sachverständigentage in der Mittagspause am ersten Tag: „Actionpainter“ Jo Herz zauberte live einen kreativen Rückblick auf 20 Jahre Brandschutz-Weiterbildung auf eine Leinwand. Ein weiteres Highlight war der traditionelle Abend im Gewölberestaurant Sophienkeller. Bei leckeren sächsischen Spezialitäten in uriger Atmosphäre wurde gemeinsam mit Teilnehmern, Ausstellern, Referenten und EIPOS-Mitarbeitern gegessen, getrunken und gelacht.


SIL – Was jeder Brandschutzplaner wissen sollte

Die Abkürzung SIL („Safety Integrity Level“) ist zu einem Synonym der funktionalen Sicherheit geworden. Prof. Jörg Reintsema beantwortete in seinem Vortrag Fragen zu eben dieser funktionalen Sicherheit und den Anforderungen aus dem Bauordnungsrecht. Lässt sich SIL mit den Prüfgrundsätzen der Prüfsachverständigen vereinbaren? Und was regelt die MVV TB dazu? Das Publikum erhielt einen fundierten Überblick zur SIL-Anwendung.

Wirk-Prinzip-Prüfungen in der Praxis – Erfahrungen und Hinweise

Der Begriff Wirk-Prinzip-Prüfung für die Überprüfung des bestimmungsgemäßen  Zusammenwirkens der prüfpflichtigen technischen Anlagen wurde erstmals 2011 in der Muster-Prüfverordnung erwähnt. Mittlerweile kann die Brandschutz-Branche auf acht Jahre Erfahrung zurückblicken, in denen sich bestimmte Herangehensweisen in der Vorbereitung und Durchführung von Wirk-Prinzip-Prüfungen etabliert haben. Dirk Borrmann berichtete ihn seinem Vortrag über seine Erfahrungen und gab ausführliche Hinweise zu notwendigen Unterlagen, der Vorbereitung oder der Durchführung.

Erste Gehversuche: Brandschutzplanung in BIM

Die Digitalisierung ist im Bauwesen angekommen und Building Information Modeling gewinnt auch für den Brandschutzplaner zunehmend an Bedeutung. Ole Matthiesen gab anhand von konkreten Projektbeispielen (u.a. Olympus Europa Campus in Hamburg) einen Einblick in den aktuellen, noch jungen Stand der Anwendungspraxis. Daran wurde das enorme Potenzial BIM-basierter Brandschutzplanung deutlich. Während es aktuell noch darum geht, die vielen neuen Werkzeuge zu erlernen, soll BIM zukünftig mit all seinen Möglichkeiten in vielen Bereichen der Brandschutzplanung mehrwertbringend eingesetzt werden.  


Elektromobilität – Brauchen wir eine neue Garagenverordnung?

Die Zahl der Elektrofahrzeuge steigt zunehmend und damit auch die Anzahl der in Garagen abgestellten Fahrzeuge, die ein wiederaufladbares Batteriemodul aus Lithium-Ionen-Zellen enthalten und damit ein scheinbar größeres Schadensrisiko darstellen. Prof. Roland Goertz berichtet aus 12 Jahren Forschung zur Zersetzung dieser Batterien und ging konkret auf Gefährdungen bei Elektrofahrzeugen ein.


DIN 4102 (-4) – Eine treue Begleiterin seit 85 Jahren

Einen passenden Abschluss der diesjährigen Sachverständigentage brachte der Vortrag von Prof. Gerd Geburtig: Mit einem geschichtlichen Überblick und einer Zusammenfassung aller Vorträge der Veranstaltung stellt er die DIN 4102 als Quantensprung der brandschutztechnischen Klassifikationsgeschichte dar, die auch heute noch in der aktuellen Fassung von 2016 als eingeführte Technische Baubestimmung zur Verfügung steht.  


Begleitet wurden die EIPOS-Sachverständigentage wiederum durch eine große Fachausstellung mit 80 Unternehmen der Brandschutzbranche, welche viel Raum für die Kongressteilnehmer bot, um sich über neue technische Lösungen, Produkte und Entwicklungen zu informieren.

 

Save the date: Die 21. EIPOS-Sachverständigentage finden am 16./17. November 2020 statt!

Tagungsanalyse 2018

Bewertung der Veranstaltung

Teilnehmer

  • 91 % der befragten Teilnehmer bewerteten die Vortragsinhalte und das fachliche Niveau mit gut/sehr gut
  • 92 % der befragten Teilnehmer bewerteten die Organisation, Service und Verpflegung mit sehr gut/gut

Aussteller

  • 93 % der befragten Aussteller geben an, dass die Ausstellung für ihr Unternehmen ein Erfolg war
  • 89 % der befragten Aussteller waren mit der fachlichen Kompetenz und der Anzahl der Besucher an ihrem Stand sehr zufrieden
  • 94 % der befragten Aussteller bewerteten die Organisation, Service und Verpflegung mit sehr gut/gut

Tätigkeitsfelder der Tagungsteilnehmer aus 2018

  • 68 % der  Teilnehmer sind in Ingenieur- bzw. Architekturbüros mit der Brandschutzplanung befasst,
  • 15 % der Teilnehmer sind in der Planung der Gebäude- und Anlagentechnik involviert,      
  • 13 % der Teilnehmer befassen sich als Gebäudebetreiber mit Brandschutzthemen oder sind in der Ausführung tätig,
  • 4 % der Teilnehmer sind Mitarbeiter in Baubehörden, Brandschutzdienststeller oder Angehörige der Berufsfeuerwehren

Herkunft der Tagungsteilnehmer aus 2018

  • Die Teilnehmer kamen aus dem gesamten Bundesgebiet und einige aus Österreich, Belgien und der Schweiz.

Informationen zur Stadt Dresden

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Dresden Welcome Card

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Veranstaltungsübersicht

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Rückblicke der EIPOS-Sachverständigentage Brandschutz